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Sechs Gründe pro Pelletsheizung

Die Pelletsheizung erfreut sich nicht umsonst einer zunehmenden Beliebtheit. Wir stellen Ihnen hier sechs Gründe vor, weshalb sich die Pelletsheizung auf dem Vormarsch befindet.

1. Pelletsheizungen erfüllen aktuelle und künftige Wärmegesetze

Zu Beginn des Jahres 2009 ist bundesweit das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEWärmeG) für Neubauten (Immobilien)in Kraft getreten. Jeder Bauherr muss nun einen festgelegten Anteil des Gesamtwärmebedarfs über alternative Energiequellen (Sonne, Biomasse oder Umweltwärme) regeln. Beim Heizen mit Pellets gilt das Gesetz als erfüllt, sobald die Hälfte des Wärmebedarfs über Pellets gedeckt wird.
Das Wärmegesetz ist jedoch nur einer von vielen kleinen Schritten in die Energiezukunft. Schon heute hat beispielsweise das Land Baden-Württemberg die anteilige Nutzungspflicht für alternative Energien auf Altbauten erweitert. Auch den anderen Bundesländern steht diese Option zu. In ein paar Jahren könnte die erneuerbare Energie in sämtlichen Gebäuden zur Pflicht werden – nämlich dann, wenn die Klimaschutzpläne des EU-Parlaments in allen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden.
Wer sich heute schon für eine Pelletsheizung entscheidet, bezieht seine Wärme zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen und muss sich somit keine Gedanken über künftige Verschärfungen von Gesetzesanforderungen machen.

2. Geld vom Staat für Pelletsheizer

Bei der Neuanschaffung einer Pelletsheizung können attraktive staatliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden. Das Marktanreizprogramm (MAP oder auch: BAFA-Förderung) stellt dabei die derzeit wichtigste Förderung dar. Die Fördermittel stellt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereit – bis 2012 beträgt das Budget jährlich bis zu 500 Millionen Euro.
Die Bundesregierung will mit diesen Fördergeldern den Anreiz für erneuerbare Energien erhöhen. Die Höhe der jeweiligen Förderung ist vom Einbau in einen Alt- oder Neubau abhängig. Antragsteller erhalten einen Basisförderung pro kW auf jede installierte Wärmeleistung sowie eine Förderung für einen zusätzlichen Pufferspeicher. Bei Altbauten liegen die Fördermittel etwas höher als bei Neubauten.
Neben dem Pelletskessel werden auch Pelletsöfen bezuschusst. Die Förderung für Öfen ist jedoch auf 20 Prozent der Investitionssumme begrenzt. Bei Einbinden des Pelletsofen in die Zentralheizung erhält der Antragsteller die gleichen Fördermittel wie beim Pelletskessel.

3. Fossile Brennstoffe werden knapp

Eine Entscheidung pro Pelletsheizung ist zugleich eine Entscheidung für einen nachwachsenden Rohstoff – Holz. Fossile Brennstoffe, allen voran Öl und Gas, haben nur noch begrenzte Kapazitäten. Laut Statistiken befindet sich die weltweite Ölförderung derzeit auf ihrem Höchststand und wird in den Folgejahren kontinuierlich abnehmen. Ein drastischer Rückgang ist ab 2030 zu erwarten. Dem gegenüber steht ein immer höherer Erdölverbrauch. Bei Erdgas verhält sich die Situation ähnlich. Die fossilen Energieträger sollen in 40 bis 60 Jahren vollständig ausgeschöpft sein. Holz hingegen kann nachwachsen und steht deshalb derzeit unbegrenzt zur Verfügung. Um steigende Preise wegen Rohstoffknappheit oder gar um eine Unterversorgung mit dem Brennstoff Holz muss man sich somit keine Gedanken machen.

 

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4. Unabhängig vom Import heizen

Der erneute Streit um Erdgaslieferungen Russlands zu Beginn des Jahres 2009 hat gezeigt, wie abhängig Deutschland im Energiesektor ist. Durch den Stopp der Erdgaslieferungen Russlands an die Ukraine wurde Gas in der EU mitten in der Heizsaison zu einem knappen Gut. Experten sind der Meinung, dass sich schon bald der russische Gaskonzern Gazprom mit anderen Gaskonzernen zusammenschließen wird – ähnlich der OPEC. Ein solches Gaskartell kann mühelos über die Fördermenge Einfluss auf den Preis nehmen und so auch die Wirtschaft und Politik der EU maßgeblich beeinflussen. Immer wieder stehen auch Erdölregionen aus diesem Grunde im Zentrum militärischer Konflikte.
Verbraucher können hingegen mit einer Pelletsheizung auf einen regionalen und zugleich nachwachsenden Brennstoff setzen.

5. Pelletsproduktion im In- und Ausland ausreichend

Die Waldfläche im Bundesgebiet beträgt etwa 11 Millionen Hektar. Damit steht Deutschland auf Platz 6 weltweit, was das Holzpotential angeht – sogar noch vor Ländern wie Schweden oder Frankreich. Nur etwa 60 Prozent des derzeitigen Holz-Zuwachses werden bislang genutzt – dies sich gute Bedingungen für die heimische Pelletsproduktion. Pelletswerke können ausreichen Pellets für den inländischen Markt liefern und zugleich auch für den Export produzieren. Die Produktionsmenge an Pellets betrug 2008 rund 1,5 Millionen Tonnen und verzeichnet damit einen Anstieg von etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der europäische Pelletsmarkt ist auf Wachstumskurs. Die EU verbrauchte ungefähr 8 Millionen Tonnen Pellets im Jahr 2008, wovon die Hälfte in Kraftwerken zur Stromerzeugung genutzt, die andere Hälfte auf dem Wärmemarkt eingesetzt wurde. Experten halten ein globales Pelletsvolumen von 80 Millionen Tonnen jährlich bis zum Jahr 2020 für wahrscheinlich.

6. Pelletsheizungen als Klimaschützer

Als Hauptursache für den Klimawandel werden die intensive Nutzung fossiler Brennstoffe angesehen, die durch ihren hohen CO²-Ausstoß maßgeblich zum Treibhauseffekt beitragen. Wer mit Pellets heizt, verringert den CO²-Verbrauch dadurch erheblich. Während der CO²-Ausstoß einer Ölheizung in einem 150 qm großen Einfamilienhaus rund 4,2 Tonnen pro Jahr beträgt, werden mit einer Pelletsheizung lediglich 0,8 Tonnen pro Jahr verbraucht – und demnach rund 3,4 Tonnen CO² weniger.
Wird die Menschheit nicht versuchen, den CO²-Ausstoß zu senken, so werden wir bald die Ausmaße der Klimakatastrophe zu spüren bekommen. Was aktuell nur als früher blühende Obstbäume oder zeitigerer Weinlese bemerkbar wird, wird schon bald als Hochwasserkatastrophe, Hitzeextremen oder Stürmen spürbar werden. Die Erhöhung der Temperatur um nur 1 oder 2 Grad kann bereits fatale Auswirkungen auf die Umwelt haben. Der Klimawandel wird aber nicht nur Naturkatastrophen mit sich bringen, sondern auch erhöhte Staatsausgaben, beispielsweise beim Hochwasserschutz. Versicherungen werden darauf ebenfalls mit steigenden Versicherungsbeiträgen oder dem Ausschluss verschiedener Schadensfälle reagieren.
Wer sich für eine Pelletsheizung entscheidet, kann maßgeblich zum Klimaschutz beitragen und ein Zeichen für Umweltfreundlichkeit setzen.

 

 

© 2009 A.Kues