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Was sind freie Güter?

Freie Güter stehen der Wirtschaft in unbegrenzter Menge zur Verfügung. Ein knappes Gut ist dadurch gekennzeichnet, dass eine höhere Menge benötigt wird, als vorhanden ist. Früher konnte jeder mit der Umwelt umgehen wie er wollte. Es wurde kein Wert auf Umweltschutzaktivitäten gelegt, vor allem da diese nicht gerade geringe Kosten verursachen. Mittlerweile ist ein großer Teil der Natur zerstört und die Umwelt ist tatsächlich zu einem knappen Gut geworden.

Damit mit dem Gut Umwelt wirtschaftlich umgegangen wird, muss es einen Preis bekommen. Nur dann werden Produktionsmethoden, die die Umwelt belasten, durch unschädlichere Verfahren ersetzt. Alle umweltpolitischen Maßnahmen sollten daher darauf abzielen, den Wirtschaftssubjekten den korrekten Umgang mit der Umwelt bewusst zu machen. Der Gesetzgeber hat darauf bereits reagiert und viele Richtlinien und Gesetze erlassen, die den Schutz der Umwelt forcieren, egal wie viel die Maßnahmen kosten. In allen Lebensbereichen zeigt es sich bereits, dass die Umwelt ein knappes Gut ist.

Ohne Probleme als knappe Güter kann man Umweltprodukte einstufen, die nicht oder nur sehr langsam nachwachsen, wie z. B. Erdöl oder Bodenschätze. Es muss in diesen Bereichen ohnehin über alternative Substitutionsgüter nachgedacht werden. Der Wiederaufbau der langsam nachwachsenden Umweltgüter (z. B. Holz) kostet viel Geld. Der Natur müssen Regenerationsphasen gegeben werden, damit sie sich von selbst wiederherstellen kann.

Unternehmen sind heutzutage mehr oder weniger gezwungen, den Umweltschutz zu beachten. Die Verbraucher sind wesentlich umweltbewusster geworden und legen Wert darauf, dass auch die gekauften Produkten gewissen Umweltstandards genügen. Dafür müssen sie viel Geld ausgeben. Auch insofern kann man Umwelt wieder als knappes Gut bezeichnen.

Interessanterweise sagt ein befreundeter Malermeister, dass das Umweltbewusstsein von immer mehr Verbrauchern heutzutage so weit geht, dass sie eher eine Dachbeschichtung in Betracht ziehen als eine Neueindeckung. Federführend sei hier übrigens die Generation 55+, für die Kostengründe eine eher untergeordnete Rolle spiele.

 

 

 
 

© 2009 A.Kues