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Holzpellets – Herkunft und Vorteile des nachwachsenden Brennstoffs

Holzpellets sind als alternativer Brennstoff schon längst kein Geheimtipp mehr. Vor allem durch die Endlichkeit der Öl- und Gasvorkommen und die ständig steigenden Preise für fossile Energieträger liegen Holzpellets derzeit voll im Trend. Mehr als 100.000 Kessel und Öfen werden im Bundesgebiet bereits mit Holzpellets beheizt – Tendenz steigend. Das was genau sind diese Pellets eigentlich und welche Vorteile bieten sie?

Durch die Entwicklung von Pellets entstand die Möglichkeit, mit Holz auf komfortabel Weise zu heizen. Jerry Whitfield, Flugzeugingenieur, hatte Anfang der 80-er Jahre die Idee, einen Ofen mit Holzpresslingen zu betreiben. Fortan bastelte er in seiner Garage an der Entwicklung einer modernen Pelletsheizung, die in ihrem Komfort einer gewöhnlichen Öl- oder Gasheizung in nichts nachstehen sollte. 1984 präsentierte Whitfield den ersten Pelletsofen weltweit in den USA. In den 90-er Jahren wurde die Pelletsheizung erstmals in Europa vorgestellt und erfreute sich von da an zunehmender Beliebtheit. Insbesondere in Skandinavien und Österreich konnte die Pelletstechnologie in den Folgejahren entscheidend vorangetrieben werden. In Deutschland sind die Holzpresslinge seit dem Jahr 1996 als Brennstoff offiziell zugelassen.

Holzpellets sind rund 2-5 Zentimeter lang und haben einen Durchmesser von ungefähr 6 Millimetern. Doch so klein sie auch sein mögen – in ihnen steckt eine Unmenge an Energie. Sie besitzen eine hohe Dichte, was ihnen einen Heizwert beschwert, der mit 5 kWh/kg über dem Wert von Holzscheiten liegt. Die Energie eines Kilogramms Pellets ist vergleichbar mit der Energie eines halben Liters Heizöls bzw. eines halben Kubikmeters Erdgas.
Pellets bestehen aus Sägemehl, also aus getrocknetem und naturbelassenem Restholz, welches in der Holzindustrie als Abfallprodukt anfällt. Die pelletstypische Form erhalten die Presslinge durch den hohen Druck in der speziellen Pelletspresse. Die notwendige Stabilität und die Festigkeit der Pellets werden durch die im Holz enthaltenen Lignine und Harze erzeugt, die unter dem Druck in der Presse flüssig werden. Chemische Bindemittel sind daher nicht mehr erforderlich. Pellets lassen sich durch ihre Größe, Form und Beschaffenheit bequem transportieren, einfach lagern und mühelos dosieren.

Einer der größten Vorteile der Holzpellets gegenüber anderen Brennstoffen ist ihre Umweltfreundlichkeit. Das Heizen mit den Presslingen erfolgt nahezu CO²-neutral – es wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie das Holz beim Wachsen auch aufgenommen hat. Die gleiche Menge an CO² würde demnach anfallen, wenn man einen Baum in der Natur verrotten lassen würde. Zwar wird bei der Gewinnung und dem Transport der Holzpellets CO² freigesetzt (wie bei allen anderen Energieträgern auch), doch die Menge ist bedeutend geringer als beispielsweise bei fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas. Die hierzulande erhältlichen Pellets werden in erster Linie in Deutschland hergestellt.
Die Entsorgung der Pellets gestaltet sich einfach – sie dürfen im Hausmüll in Form von Asche entsorgt werden. Von einem Kilogramm Pellets bleiben maximal 5 Gramm Asche zurück – eine nahezu verschwindend geringe Menge.

Damit eine Holzpelletsheizung gute Dienste erweist, muss der Brennstoff von entsprechender Qualität sein. Mangelhafte Ware kann der Auslöser für technische Störungen am Kessel oder für größeren Ascheanfall sein. Deshalb wird von den meisten Pelletskesselhersteller eine festgelegte Pelletsqualität vorgeschrieben, wie beispielsweise die DINplus oder ÖNORM. Ansonsten erlischt die Herstellergarantie.

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Tipps für den Pelletskauf

Holzpellets bieten gegenüber anderen Brennstoffen vielen Vorteile – sie sind umweltfreundlich, günstig, preisstabil und verbinden damit auf einzigartige Weise ökologische mit finanziellen Aspekten.
Damit die Pelletsheizung aber auch tatsächlich hält, was sie verspricht, sollten beim Pelletskauf nachfolgende Punkte beachtet werden.

Achten Sie beim Kauf von Pellets auf Qualität! Empfehlenswert ist es, lediglich DIN-zertifizierte Pellets zu erwerben, da nur diese tatsächlich höchsten Qualitätsanforderungen gerecht werden. Zudem werden diese Pellets regelmäßig überprüft. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, die Pellets möglichst vorsichtig zum Lager zu transportieren, damit kein übermäßiger Abrieb erfolgt und keine Qualitätsminderung entsteht.
Besonders viel Sicherheit beim Transport gewähren Unternehmen, die das Siegel „DIN-geprüfter Betrieb Pellets-Logistik“ besitzen.

Natürlich spielt der Preis, wie bei jedem Einkauf, auch beim Pelletskauf eine Rolle. Beim Pelletshändler sollten Sie nach Mindestabnahmemengen fragen. Erkundigen Sie sich zudem, ob Kosten für Transport, Mautgebühr sowie Einblaspauschale bereits im Endpreis inbegriffen sind oder zusätzlich anfallen. Nur so ist es möglich, die einzelnen Angebote diverser Händler untereinander vergleichbar zu machen.
Für Pellets wird übrigens nur ein Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent fällig, die Ökosteuer entfällt. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber Erdgas oder Heizöl, bei denen 19 Prozent Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt werden.
In der Regel sind lose Pellets aus dem Tankwagen günstiger als Pelletssackware, die für Pelletsöfen oder halbautomatische Kessel zumeist erforderlich ist. Bei Sackware empfiehlt es sich, 1-2 Paletten zu je einer Tonne anliefern zu lassen, anstatt einzelne Säcke beim Händler oder im Handel abzuholen.
Einsparmöglichkeiten gibt es beispielsweise auch, wenn man sich lose Pellets anliefern lässt und diese dann in speziellen Gewebesilos lagert, von wo aus sie per Hand entnommen werden können.

Beachten Sie den richtigen Kaufzeitpunkt für Pellets! Erfahrungsgemäß unterliegen auch die Preise für Pellets saisonalen Schwankungen. Am besten ist es, die Pellets im Frühsommer zu kaufen, da hier die Preise am günstigsten sind. Zu diesem Zeitpunkt können Sie sich für die nächste Heizperiode eindecken, wobei die Bestellmenge idealerweise in der Größenordnung eines Jahresverbrauchs liegen sollte. Denn je größer die Abnahmemenge ist, desto niedriger ist auch der Preis für die Pellets.

Heizen Sie generell nur mit Pellets, die für Ihr Gerät auch laut Bedienungsanleitung zugelassen sind! Nur dann können Sie sich im Schadensfall auf Ihre Garantie berufen und den Hersteller des Kessels in die Haftung nehmen. Falls es je dazu kommen sollte, dass Verbrennungsrest DIN-zertifizierter Pellets im Kessel zurückbleiben, es also zum Versintern oder Verschlacken kommt, kann bei vielen Kesselherstellern kostenlos Hilfe eingeholt werden. Auch Pelletsproduzenten und Händler unterstützen bei solche Problemen in der Regel kostenfrei. Im Schadensfall wird der Kessel geprüft oder aber die Pelletslieferung wird umgetauscht.

Nutzen Sie Einkaufsgemeinschaften! Immer öfter bilden sich beim Pelletskauf Einkaufsgemeinschaften, bei denen mehrere Heizungsbesitzer sich zusammenschließen. Dadurch können durch die höhere Abnahmemenge günstigere Preise bei Händlern durchgesetzt werden. Darüber hinaus tauschen sich die Mitglieder der Einkaufsgemeinschaft auch des Öfteren über Kesseltechnik, Qualität oder Lagerbau aus und helfen sich gegenseitig bei Fragen weiter. Zudem ist die Sammelbestellung durch kürzere Transportwege auch noch umweltfreundlich. Im Internet können Einkaufsgemeinschaften für den Pelletskauf mühelos ausfindig gemacht werden.

Wer diese Punkte beim Pelletskauf beachtet, wird mit seiner Pelletsheizung garantiert voll auf seine Kosten kommen.

Artikel auf dieser Seite:

"Sechs Gründe pro Pelletsheizung"

 

www.fix-finden.de

 

 

 

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