Bedingt durch die Verknappung
von fossilen Energieträgern, wie Erdöl, Erdgas oder Kohle, und den
durch die Nutzung solcher konventionellen Energieträger verbundenen
Umweltproblematiken (zum Beispiel die globale Erwärmung), ist die
Menschheit gezwungen, hinsichtlich der Energieversorgung umzudenken.
Deshalb stehen in der heutigen Zeit die
so genannten regenerativen
Energiequellen, wie Windkraft, Solarenergie, Geothermie und auch die
Nutzung der Biomasse, stark in der Diskussion und solche alternativen
Energieformen sollen zukünftig verstärkt zum Einsatz kommen.
Eine sehr interessante
alternative Möglichkeit besteht in der Nutzung von Biomasse als
Energieträger, da Biomasse sehr vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
bietet.
So kann man mittels der
Nutzung von Biomasse wichtige Energiebedürfnisse der Menschheit
abdecken, wie:
Das Bedürfnis
nach elektrischem Strom
Die in Biomasse gespeicherte
Energie kann man in elektrischen Strom umwandeln, ohne den unsere
heutige Gesellschaft gar nicht mehr funktionieren könnte.
Wie dieses gemacht wird,
erfahren Sie im Abschnitt: "Strom aus Biomasse".
Das Bedürfnis
nach Wärme
Biomasse als Energieträger
eignet sich ideal, um Wärmeenergie zu erzeugen. Diese Wärmeenergie
wird beispielsweise verwendet, um unsere Wohnhäuser beheizen zu
können.
Welche Verfahren zur
Wärmeerzeugung aus Biomasse es gibt, erfahren Sie im Abschnitt:
"Wärme aus Biomasse".
Heutzutage ist eine gewisse
Mobilität sehr wichtig, damit wir nicht auf unseren gewohnten
Lebensstandard verzichten müssen.
Da man aus Biomasse auch
Kraftstoffe zum Antrieb von Fahrzeugen herstellen kann, kann die
Nutzung der Biomasse auch dieses menschliche Bedürfnis befriedigen.
Eine weitere Homepage von mir zur regenerativen Energieform –
Strom
aus Windkraft –kann ich Ihnen empfehlen.
Förderung und Zukunft der Nutzung von Biomasse
Die Verwendung von
Biomasse als Energieträger ist ein interessante Möglichkeit, die
Energieproblematik unserer Gesellschaft zu entschärfen.
Deshalb wird die Verwendung von Biomasse auch staatlich gefördert, um
die Nutzung weiter zu forcieren.
Die staatliche Förderung der Biomassenutzung wird
u.a. im Rahmen des "Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)" geregelt,
welches im Jahre 2000 verabschiedet wurde und inzwischen mehrfach
novelliert wurde.
So
wird im "Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)" zum Beispiel geregelt, wie
hoch die Vergütung einer Kilowattstunde Strom, die mittels Biomasse
erzeugt wurde, mindestens sein muss, die ein Betreiber eines
Biokraftwerkes zu erhalten hat, wenn er diesen Strom in das
öffentliche Stromnetz einspeist.
Diese Vergütung beträgt
für Biokraftwerke:
- mit einer
Leistung bis zu 150 Kilowatt 11,67 Cent pro Kilowattstunde,
- mit einer
Leistung von 150 bis 500 Kilowatt 9,18 Cent pro Kilowattstunde,
- mit einer Leistung von 500 Kilowatt bis 5
Megawatt 8,25 Cent pro Kilowattstunde und
- mit einer Leistung von 5 bis 20 Megawatt
7,79 Cent pro Kilowattstunde.
Das die Förderung der Nutzung der Biomasse
Auswirkungen hat, kann man deutlich ersehen, wenn man sich einmal
betrachtet, wie stark die erzeugte Menge an Strom mittels Biomasse in
den letzten Jahren gestiegen ist.
So betrug die erzeugte Menge an elektrischem
Strom aus Biomasse in Deutschland laut im Internet veröffentlichten
Daten des "Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit" bis zum Jahre 2000 noch weniger als 1.000
Giagawattstunden pro Jahr.
Schon im Jahre 2000, also als das "Erneuerbare
Energien Gesetz" verabschiedet wurde, stieg die erzeugte Menge an
Strom aus Biomasse sprunghaft an und bereits im Jahre 2006 wurden mehr
als 15.000 Gigawattstunden Strom aus Biomasse erzeugt.
Man sieht also, dass die Förderung von
Biomasse durchaus dazu führen kann, dass diese regenerative
Energieform auch immer stärker verwendet wird.
So lässt sich für die Zukunft erwarten, dass
die Nutzung der Biomasse noch weiter forciert wird, zumindest solange
diese Energieform gefördert wird und es sich für die Betreiber von
Biokraftwerken finanziell lohnt, ihre Kraftwerke zu betreiben.